Einmal das ganze Leben in die Luft jagen! mit Verena Pausder
Shownotes
Was passiert, wenn man einmal (oder mehr) quasi das ganze Leben in die Luft jagt und danach irgendwie weitermachen muss?
Verena Pausder ist Unternehmerin, Investorin, Autorin und Podcasterin. Bei ICONS spricht sie über die Momente, die in einer Erfolgsgeschichte gerne mal fehlen: eine gescheiterte Gründung, eine kurz vor der Hochzeit beendete Beziehung, das Ende ihrer ersten Ehe und Zeiten, in denen sie selbst nicht wusste, wie es weitergeht.
Mit Wolke Hegenbarth und Kristina Lunz spricht sie darüber, warum sie Scheitern nicht romantisieren will, über vier Kinder und Karriere ohne schlechtes Gewissen, Partnerschaft auf Augenhöhe und ihre Lust am „Go First“. Und über einen Satz ihres Großvaters, der sie durch mehr als einen dieser Momente begleitet hat: „Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.“
Eine Folge über große Ambitionen, ziemlich saure Zitronen und darüber, warum man manchmal erst Jahre später versteht, wofür sie gut waren. 🍋
ICONS – Gespräche mit den außergewöhnlichsten Frauen unserer Zeit. Jeden zweiten Donnerstag überall, wo es Podcasts gibt und auf YouTube.
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A Podcast by OH WOW Media. Team, Credits & Links findet ihr hier
Transkript anzeigen
00:00:00: Damals hat sich das angefühlt, als hätte ich einmal mein ganzes Leben in die Luft gejagt.
00:00:04: Weil du warst vorher so ein Mensch der immer ... so einen roten Faden haben wollte und verlässlich Und das machen was er gesagt hat und so und mit einmal ist eigentlich alle enttäuscht.
00:00:15: Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärz verstanden.
00:00:18: Das heißt wenn du jetzt den Kopf ins Sand steckst kann es jetzt ein bisschen machen Aber dann passiert halt nichts Gutes.
00:00:25: Wenn du jetzt weiter machst wirst du irgendwann darauf zurückgucken und sagen War nicht cool, aber war richtig.
00:00:43: Herzlich willkommen zu unserer allerersten Folge unseres neuen Podcasts Icons Gespräche mit den außergewöhnlichsten Frauen unserer Zeit.
00:00:53: und in den Gesprächen geht es nämlich um die Zitronen.
00:00:56: was halt du wollte heute morgen einfach um sieben Uhr treißig im Liedelstand
00:00:59: ist?
00:00:59: Ich stand im Lidl und habe uns diese schöne Kiste besorgt weil ich ein bisschen Props wollte, um zu untermalen worum es so geht.
00:01:07: Es ist ja so neu!
00:01:08: Es ist noch ein ganz großes weißes Blatt wo noch alles passieren kann und um sicherzugehen dass wir unser Thema sozusagen mit all diesen tollen Frauen die wir einladen nicht verfehlen und immer wieder reminded sind.
00:01:22: worum's geht habe ich gedacht ich stelle dir einfach mit
00:01:24: nach durch.
00:01:24: Nicht irgendwie so eine oder zwei so Dezentrenzglasrein, sondern so ne richtige Füllekiste Genau.
00:01:32: Und wir haben einfach die beste Gäste für heute, für die allererste Folge.
00:01:36: Unglaublich!
00:01:37: Einfach ne Granate... Also alle Frauen werden eine Granate sein in diesem Podcast und dann haben wir aber mal direkt so nen Granaten-Schnellschuss.
00:01:46: Weiß
00:01:46: ich auch nicht?
00:01:48: Selber mit acht Millionen Podcast Streams.
00:01:52: Das müssen
00:01:53: wir erstmal machen.
00:01:54: Kriegen wir hin?
00:01:55: Haben wir gedacht, wollen
00:01:56: wir uns die Beste
00:01:58: der Besten.
00:01:58: Die weiß wie es geht, die uns diesen Podcast so eröffnet?
00:02:02: auch dass sozusagen das Niveau gesetzt ist.
00:02:05: und aber diese Fragilität und die Offenheit und eben dieses how to make lemonade weil wissen tun's viele Aber das machen!
00:02:13: Wie mach ichs denn jetzt?
00:02:15: Das soll ja auch wirklich existenzieller Bestandteil des Podcastes sein.
00:02:19: Ja genau und wir wollen die Geschichten in denen vielleicht wenn wirklich jemand Verena irgendwie am Boden war und dann der Nebel um sie herum, nicht wissend.
00:02:29: Wo geht's hin?
00:02:30: Wie geht es weiter?
00:02:30: Wo hangel ich mich fest?
00:02:32: Wer zieht mich hoch?
00:02:33: Darüber wollen wir sprechen!
00:02:35: Ich bin so aufgeregt.
00:02:38: Du bist jetzt ein Pulsmesser!
00:02:40: Bist du ne seit siebzig
00:02:42: Jahren gefühlt Schauspielerin?
00:02:43: Also seit immer...ich bin ja mit dir aufgewachsen.
00:02:46: Wir sind jetzt Freundinnen und ich bin mit dir.
00:02:50: Ja, aber ich hab das Gefühl, mein Leben ist grundsätzlich so wahnsinnig aufregend.
00:02:54: Und jetzt dass wir gemeinsam ein neues Projekt starten und es passiert halt wirklich.
00:02:59: Weil's man denkt und du hattest die Idee... Zitronen gekauft!
00:03:01: ...und jetzt habe ich heute Morgen diese Zitrone gekauft und jetzt geht's halt wirklich los.
00:03:05: Boah
00:03:07: let's go!
00:03:08: Lass uns wie sie reinholen!
00:03:14: Liebe Verena, wir freuen uns riesig, dass Du hier bist.
00:03:18: Du bist Vorbild?
00:03:20: Du bist Wegbereiterin?
00:03:23: Tür auf Stoßerin.
00:03:25: und nebenbei bist du auch noch Unternehmerin, Investorin, Podcasterin, Autorin.
00:03:31: Und wir begrüßen dich heute in unserer allerersten Icons Folge!
00:03:37: Es ist die größte Ehren, wir würden gerne mit dir über die Zitronen im Leben sprechen.
00:03:43: Liebe Wolke
00:03:44: Ja, wir müssen mal kurz einen Moment noch einmal ... weil das ist jetzt ja Stunde Null.
00:03:48: Ist unglaublich!
00:03:50: Du bist
00:03:50: die Premiere?
00:03:52: Es
00:03:52: ist unsere Premiere...
00:03:53: Ich bin ganz geerd gerührt.
00:03:55: Wir hätten uns keine qualifiziertere Gäste natürlich wünschen können als jemand der acht Millionen Podcast-Streams schonmal vorgelegt hat.
00:04:04: Es ist uns wirklich also Ehre und Freude, dass du uns zugesagt hast, dass wir uns zu anderer Gelegenheit ein bisschen kennenlernen konnten und der Beziehungsaufbau sich heute an diesem schönen Tisch mit unserer Limonade zusammenbringt.
00:04:19: Und wir freuen uns sehr, dass wenn du uns ein bisschen die Tür aufmachst, weil wir wollen mit dem Podcast vor allem Frauen ermutigen.
00:04:27: Wir wollen in diesen Zeiten wo es von außen so viel Druck und so viel männliche schlechte Dominanz gibt, wollen wir auch einfach ein Gegenstück sein Auch ein bisschen was rüberreichen über den Tisch.
00:04:41: Wie macht man's denn?
00:04:43: Wie machte man aus den Zitronen, die eben in jedem Leben stattfinden, Limonade?
00:04:48: Ja also ich musste nicht lange überlegen um ja zu sagen.
00:04:51: es waren glaube ich so zehn Sekunden solange wie es dauert die Antwort zu tippen.
00:04:56: Das freut uns so zu hören.
00:04:57: und Verena bevor wir so ein bisschen ausführlich auch vielleicht auf unterschiedliche Stationen in deinem Leben eingehen gibt eine kleine schnelle Fragerunde und da hast du auch jeweils nur vielleicht fünf Sekunden diesmal zum antworten.
00:05:09: Er braucht sie nicht.
00:05:10: Rapid Fire!
00:05:11: Los geht's!
00:05:13: Was wolltest du als Kind werden und wo bist du besonders froh darüber, dass du es nicht geworden bist?
00:05:17: Ich wollte Olympia Siegerin werden.
00:05:19: Das ist ganz klein.
00:05:20: Du bist
00:05:20: auch schön, dass ich Siegerinn war und nicht Teilnehmerin.
00:05:23: Und wo bin ich froh das ich es nicht worden bin?
00:05:27: Tierärztin Weil ich leide so mit mit Tieren, die leiden.
00:05:31: Dass ich mir nicht vorstellen kann dass ich das hätte jeden Tag machen müssen.
00:05:35: Gut ist es nicht geworden Mist.
00:05:37: Wenn du dich mit einem Wort beschreiben müsstest welches wäre das?
00:05:41: Mutig!
00:05:43: Was sind deine wichtigsten morgen Rituale?
00:05:45: Ist das wie heute Morgen?
00:05:47: was im... wo du hast im Morgenmagazin um sechs Uhr morgenherbst?
00:05:50: Nein, das ist nicht mein Morgenritual.
00:05:51: Komisch!
00:05:53: Ich wünschte ich hätte ganz Tolle aber eigentlich ist es Snackboxen machen, dass mein Morgen-Ritual... Aber es ist nicht selbst gewählt.
00:06:01: Und was denkt Menschen über dich, was wirklich nicht stimmt?
00:06:05: Dass ich arrogant sei oder abgehoben oder nicht wüsste wie sich das echte Leben anfühlt
00:06:14: und wo wir Vom echten Leben sprechen, dein echtes Leben hat in zwischen Hamburg und Bielefeld begonnen.
00:06:21: Und du bist in eine jahrhundertlange Traditionsunternehmerfamilie hineingewachsen?
00:06:29: Wie war das Umfeld, in dem du aufgewachsen bist?
00:06:31: War das eher Druck oder Sicherheit?
00:06:34: Also ich bin im Biele Feld aufgewachsen und da steht dieses Unternehmen was jetzt zu diesem Zeitpunkt dreihundertvier Jahre alt ist.
00:06:42: Das heißt als sie auf die Welt kamen, irgendwas in den Zwarhundertsechzigern.
00:06:47: Das heißt, es war schon richtig alt als ich als zehnte Generation sozusagen auf die Welt kam und erstmal hat das ja nichts mit dir zu tun weil dass er einfach da ist und du bist einfach da und da gibt's eigentlich noch keine wirkliche Verbindung.
00:06:59: dann merkst Du aber schnell, dass natürlich so ein Familienunternehmen davon lebt, dass die ganze Familie da immer schon alles reingegeben hat.
00:07:08: Und in Ost-Westfalen ist es nicht so eine Unternehmerkultur des zeigen was man hat oder da viel rausnehmen, sondern des hart arbeitens und des viel reingebens.
00:07:18: Und deswegen hat mich das total geprägt weil mein Vater das unter dem geführt hat meine Mutter war auch selber selbstständig hat sich sozusagen ein eigenes Unternehmen im laufe meiner Kindheit aufgebaut was wahnsinnig schwer war, so von Null zu starten.
00:07:34: Wenn dein Mann schon den ganzen Tag beschäftigt ist und das war ja auch noch nicht die Zeit wo man gesagt hat Ja klar gibt's auch zwei Karrieren in so einer Ehe Und da habe ich sie immer sehr bewundert wie Sie da ihren eigenen Weg gegangen ist Den am Anfang alle belächelt haben und davon wirst du geprägt.
00:07:51: und eigentlich erinnere Ich mich meine Kindheit lang an Jedes Mittagessen, jedes Abendessen ging es um irgendetwas in diesem Unternehmen oder bei meiner Mutter.
00:08:02: Um unbezahlte Rechnungen, Mitarbeitergespräche, was weiß ich?
00:08:05: Was alles und das liebst du dann?
00:08:08: oder Du hast es glaube ich Und Ich habe's geliebt also nicht in Echtzeit.
00:08:12: In Echt Zeit hat sie mich auch genervt Aber in Nachhinein habe ich da viel rausziehen können.
00:08:17: Meine Schwester hat es erst mal total abgeschreckt, sie ist ein paar Jahre jünger als ich und die hat so gedacht zu Puh macht ihr immer euer Unternehmertum?
00:08:24: Ich mache was anderes.
00:08:25: also muss jetzt auch nicht so sein dass selbst wenn du da gleich aufwächst das das dann gleichen Effekt auf dich hatte.
00:08:31: Und was würdest du denn sagen welche welche Werte genau waren das welche dir damit gegeben wurden so früh schon.
00:08:37: Also erstmal natürlich dieses ganze.
00:08:40: Das Glück ist mit den Tüchtigen.
00:08:42: Viel hilft viel, wer nichts leistet, ist nichts wert!
00:08:45: Also so dieses richtig harte Arbeit dir wird nix geschenkt, streng dich mal ein bisschen an ja?
00:08:53: So also das heißt wenn ich eins nicht zu wenig hatte in meinem Leben dann dieses Gefühl von okay das war jetzt noch nicht gut genug, dass war jetzt auch noch nicht das Ziel.
00:09:06: weiter geht und das macht natürlich total Druck.
00:09:09: Ja, weil du hast einen eigenen Anspruch an dich.
00:09:14: Dann kommt der Druck von außen dazu und dann gab es einfach eine Phase von neunzehn bis fünfundzwanzig wo ich innerlich glaube ich implodiert bin aber es nach außen noch nicht gezeigt habe Weil ich so dachte nie Du musst ja hier irgendwie weiter funktionieren Und du bist jetzt in St.
00:09:29: Gallen Da musst du jetzt einen guten Abschluss machen Wenn du den gemacht hast da musst du dir einen guten Job suchen zeigen, du könntest da auch irgendwann anfangen.
00:09:40: Und innerlich hat sich das aber total leer angefühlt weil das gar nicht mein Leben war.
00:09:45: Aber dass traust.
00:09:46: also ich habe es mich nicht getraut in dem frühen Alter das dann schon so zu sagen und ich hab wahrscheinlich auch mir noch nicht Getraut ob das wirklich nicht mein Ding ist oder ob ich noch gar nicht weiß was mein Ding is und deswegen habe ich einfach erst mal den Kopf runter genommen und weiter gemacht Und dann, so ab fünfundzwanzig hab ich die Pubertät nachgeholt.
00:10:06: Also all das, was du sonst mit vierzehn bis achtzehn rebellierst, das habe ich ausgelassen.
00:10:11: Da war ich total so wie alles von mir erwartet haben und ab fünfundzwanziger habe ich dann ein bisschen mein Leben in die Luft geschwissen.
00:10:19: Ja.
00:10:20: Wie cool dass es die Möglichkeit auch gab!
00:10:23: Es scheint ja schon nicht eine Familie, da ist der Vater Arzt und alle drei Kinder sind Arzt.
00:10:28: Und das scheint nicht so selten zu sein... Trotzdem, die Möglichkeit hatte es das Gefühl.
00:10:32: Es gab immer die Möglichkeit auch was anderes zu werden?
00:10:37: Ja!
00:10:37: Das gab es und das habe ich wirklich meinem Vater zu verdanken der selber diese Wahl noch nicht hatte.
00:10:44: also er war eigentlich passionierter.
00:10:48: Der wollte glaube ich so an der Wall Street Division handeln oder so.
00:10:51: der wollte in die große weite Welt.
00:10:54: der hat da auch einen ordentlichen Schuss Rebellentum in sich.
00:10:58: Der wurde dann aber noch zurückbeordert nach Bielefeld und da gab es jetzt auch noch nicht so die Wahl zu sagen, nee ich hatte eigentlich einen anderen Plan.
00:11:07: Und das hat ihn glaube ich so geprägt dass er gesagt hat wenn ich mal Kinder habe und wenn ich's dann mal mache, dann mach' ich das anders und geb den mehr Freiheit ihren eigenen Weg zu wählen.
00:11:18: Aber das ist dann trotzdem nicht einfach für dich weil du weißt zwar ich hab die Freiheit dieser Weg muss richtig gut sein, weil wenn der nicht gut ist dann kann ich nicht wirklich rechtfertigen warum ich nicht den anderen eingeschlagen habe bzw.
00:11:32: dann will dich ja auch eigentlich keiner in dem Unternehmen.
00:11:35: also die nehmen dich ja nicht nach dem Motto okay überall anders bis du nix geworden kannst bei uns ankommen
00:11:40: und dreihundert Jahre genau
00:11:43: das heißt da weißt du ok it better be good.
00:11:48: Wenn du dann deinen eigenen Weg gehen willst, da musst natürlich auch irgendwie beweisen.
00:11:51: Also dachte ich dass der auch nachhaltig gut ist und Ich meine ich sehe es jetzt wieder bei meinen Kindern der Großes-Achzehn Du bist ja eh schon so voller Oh Gott wie wird das?
00:12:02: Was werde ich mache ich das richtig und so weiter.
00:12:06: also Das ist ja eh eine fragile Zeit Und und das war bei mir jetzt glaube ich extra fragil weil ich mir selber so viel druck gemacht habe.
00:12:14: Und gibst du den Druck weiter
00:12:16: überhaupt nicht.
00:12:17: Also wirklich so wenig, dass mein Umfeld manchmal schon ...
00:12:24: zum Kind muss das wert?
00:12:25: Es ist jetzt nicht im Sinne von, dass ich sage ihr sollt keine Passion haben oder ihr könnt euch nicht benehmen wie die Achse im Walde.
00:12:31: Das überhaupt nicht!
00:12:32: Aber ich bin die Letzte, die sagt wenn ihr da nicht ein Einser-Abby hinlegt und wenn ihr nicht was Tolles studiert und so weil ich einfach weiß durchs Vorleben mache ich wahrscheinlich schon genug Druck, ohne dass sich ein Wort sage.
00:12:49: und jetzt muss ich das nicht noch verbalisieren.
00:12:52: Auch da gilt wieder, wie sollst du als Kind?
00:12:55: Wenn du jetzt Kind von meinem Mann und mir bist.
00:12:58: Und siehst die beiden machen da den ganzen Tag und bauen ihre Unternehmen und retten die Welt und so... Jetzt komm ich!
00:13:06: Das ist ja eh schon so schwer.
00:13:08: Da will ich eigentlich in allen Druck nehmen und möchte nur dass Sie etwas machen für das Leidenschaft haben.
00:13:14: Und wenn das dann passionierter Rugby-Spieler ist, das könnte bei dem einen passieren, dann ist es das.
00:13:22: bei der anderen etwas völlig wirtschaftsfremdes ist, ist das auch toll.
00:13:26: Also ich glaube die schlimmste für mich wäre wenn sie mich irgendwann so mit leeren Blick angucken und sagen ich fühle irgendwie nichts mir ist nichts wirklich wichtig im Leben.
00:13:36: So das möchte ich nicht.
00:13:37: aber was Sie werden?
00:13:39: Das ist mir total egal
00:13:40: Verena, du bist ja hier um vor allem über die Zitronen im Leben mit uns zu sprechen.
00:13:43: Aber bevor wir zu den Zitonen kommen würden wir euch und ich gerne mit dir kurz über Sushi sprechen.
00:13:49: Dein erstes Unternehmen mit deiner Schwester war ein Sushi-Restaurant.
00:13:54: Wie kam es dazu?
00:13:55: Und wie erfolgreich war das denn?
00:13:57: Genau, es war erst mal ein Familienunternehmen.
00:13:59: Meine Eltern waren da die treibende Kraft.
00:14:01: Wir waren ja...
00:14:03: Die Nahrung!
00:14:04: ...die wollten Sushi in Bielefeld haben.
00:14:06: Das
00:14:06: ist schon eine wilde, das ist schon guter Titel.
00:14:08: Es ist wie Sushi-in-Sul.
00:14:10: Und vor allen Dingen im Jahr dektausend Neunundneunzig.
00:14:12: Ich meine, Biele Feld hat über drehunderttausende Einwohnern.
00:14:14: Ist die zwanzig größte Stadt Deutschlands?
00:14:16: Das denkt
00:14:17: man immer
00:14:17: nicht.
00:14:18: Und alle sagen, es gibt's nicht und es gab kein Sushi.
00:14:21: wo du jetzt sagen kannst is verschmerzbar aber wir waren als Familie in New York gewesen und hatten da überall Sushi gesehen, das war einfach so große weite Welt.
00:14:32: Das man dachte, wow!
00:14:33: Stell mal vor, dass Gaps im Bielefeld.
00:14:35: Und dann haben wir das als Familienprojekt gestartet.
00:14:39: es blieb dann komplett an meinen Eltern hängen weil.
00:14:41: ich ging dann zurück ins Studium in Nassangal.
00:14:43: So wie
00:14:44: das erste Haus hier eigentlich?
00:14:46: Oh ja,
00:14:46: wir wollen ein Hund.
00:14:49: Genau so ehrlich gesagt.
00:14:51: Meine Schwester hat sich dann noch sehr viel mehr mit Ruhm bekleckert als ich, weil die noch in die Schule ging und die hat ihre ganzen Mitschülerinnen als Kellner und Kellnerinnen da engagiert.
00:15:00: Und die hat da richtig reingegeben... Ich habe glaube ich so gemanaged.
00:15:05: Was man so dachte damals vielleicht auch was Manages ist?
00:15:09: Also am Anfang war ich schon voll dabei und es war ein riesengroßer Spaß!
00:15:13: Weil dann richtest du zum ersten mal einen Restaurant ein.
00:15:16: wir hatten dafür überhaupt kein Geld.
00:15:18: für Ein Richtung sind wir zu Ikea gefahren, haben so japanische Kalender gekauft die ausgeschnitten in Rahmen gepackt und gesagt so das ist jetzt ein japanisches Restaurant.
00:15:26: Das einzige was wir hatten war einen Top-Sushi Chef.
00:15:29: den haben wir in Düsseldorf abgeworben denn das war damals schon die Hochburg von Sushi in Deutschland.
00:15:34: Von
00:15:34: Düssel dörf nach Bielefeld wie habt ihr das hingeschaut?
00:15:36: Ja da sind nur anderthalb Stunden und wir haben einfach wie man es so macht im Unternehmertum.
00:15:41: Vielleicht war sie damals schon so überzeugend wie heute
00:15:43: angefrailt.
00:15:47: Das gab es dann sechs Jahre, danach haben wir es verpachtet und war toll.
00:15:53: Also bis heute prägt das total meine Erinnerung die Rodin Sushi Bar in Bielefeld weil da so eine Rodin Statue neben diesem Gebäude stand.
00:16:01: Das war auch der einzige Grund dafür dass die Bielefelder wussten wusst ist.
00:16:07: Als wir dann aufmachten, waren wir total aufgeregt.
00:16:10: Dann kamen alle rein die Ostwestfalen und sagten, gibts auch was ohne Fisch?
00:16:14: Und du sagst, das war jetzt eigentlich das Konzept!
00:16:17: Aber da haben wir so eine Seite im Menü gemacht, Zuschie für Ostwestphalen.
00:16:21: Da gab es nur Gurke und Ei usw.
00:16:25: Wir haben ja gesagt, wenn man von Brüchen spricht ... Dann hast Du gerade gesagt der erste war ja scheinbar mit Mitte zwanzig.
00:16:32: Gab's halt ein Auslöser konkret?
00:16:35: Ja diverse Also, multiple Auslöser.
00:16:39: Zum einen habe ich dann nach dem Studium in St.
00:16:42: Gallen bei der Münchner Rück ein Trainee-Programm begonnen.
00:16:44: Das war die Zeit wo die New Economy gerade gekrascht war.
00:16:48: Ich wollte eigentlich gründen... Ich wollte in diese Gründerszene und die lag jetzt am Boden.
00:16:52: Und dann macht sie mal was sicheres So Dachskonzern, Rückversicherung.
00:16:57: also sicherer geht es ja gar nicht.
00:16:59: Und er hat einfach gemerkt Das war eine tolle Zeit, weil die ein unfassbares Trainee-Programm haben wo sie dich in andere Länder schicken.
00:17:07: Wo du drei Wochen am Stück weiter Bildung jenseits deines Jobs hast.
00:17:11: also unglaublich wie die da in den jungen Menschen investiert haben.
00:17:15: aber das war mir zu wenig unternehmerisch Zu wenig das Gefühl wir reißen Bäume aus Wir verändern die Welt.
00:17:24: und dann haben Sie mich nach New York geschickt für drei Monate zur American Rea was natürlich der obertraum war.
00:17:29: Und da habe ich dann überall so Convenience-Fastfood Konzepte gesehen, wie heute Dean and David oder so.
00:17:37: Dann kam ich wieder und dachte das war weit bevor es sowas in Deutschland gab.
00:17:41: Das müsste man eigentlich machen und das müsste man bauen.
00:17:44: Dann habe ich also heils über Kopf gekündigt, dass war schon mal der erste Auslöser für es geht in eine neue Richtung.
00:17:52: Ich hatte alles an Ersparten in die Idee einer Salatbarkette gesteckt zusammen mit einer Kommilitonin von mir.
00:18:01: Die hat dafür auch ihren Job aufgegeben.
00:18:03: wir haben Investoren gewonnen Einzelinvestoren, jetzt noch nicht irgendwas Institutionelles.
00:18:08: So Herrn Ditsch von den Brezeleden an den Bahnhöfen und so war super!
00:18:14: Und dann haben wir das ein Jahr lang versucht, wir haben keine Ladenfläche gekriegt.
00:18:18: Wir hatten viel zu wenig Eigenkapital.
00:18:20: Das war die Zeit wo... Kams hägen, dass Nordsee die Innenstädte anfingen mit Franchiseketten zu besiedeln.
00:18:27: Und wir standen da immer mit unseren paar Euro und meinten, wir wollen das Konzept der Zukunft eröffnen.
00:18:34: Auch gerne zehn Jahresvertrag bitte!
00:18:37: Das hat man uns einfach nicht zugetraut und wir waren glaube ich auch nicht gut genug darin zu sagen was ist jetzt gerade wirklich wichtig diese Fläche?
00:18:45: Wie die dann aussieht?
00:18:47: Das kann alles kommen.
00:18:48: aber erst mal die Fläche.
00:18:51: Und wir haben uns da verkünstelt in Salatsoßen und wie die Kellner aussehen.
00:18:56: Und was weiß ich, was alles?
00:18:58: Statt die Prio wirklich auf diese AAA-Lage zu legen... ...und nach einem Jahr, Gott sei Dank hatte ich mir so ein Stop-Doing-Datum gegeben und gesagt, wenn zum einigstens zwölften dieses Jahres das Ding nicht aufhat höre ich auf weil ich auch ein bisschen Angst hatte dass sich mich da total verrenne und dass mein Geld alle ist und dass alle anderen in der Zeit Karriere woanders gemacht haben.
00:19:19: Und dann war es so.
00:19:20: Dann haben wir aufgehört, ohne eigentlich wirklich was zustande gebracht zu haben und in die gleiche Phase fiel das ich kurz vor einer Hochzeit stand von meiner Hochzeit und die leider auch drei Monate vorher abgesagt habe.
00:19:37: Und das war schon... Waren
00:19:39: Einladungen schon raus?
00:19:40: Ja alles!
00:19:42: Strandkörbe gekauft, weil wir so einen Polterabendkieler Art machen wollten und so.
00:19:47: Also es war wirklich ganz schlimm.
00:19:49: Und jetzt heute kann man damit Abstand drüber lächeln.
00:19:52: aber damals hat sich das angefühlt als hätte ich einmal mein ganzes Leben in die Luft gejagt Weil du warst vorher so ein Mensch der immer So roten Faden haben wollte unverlässlich und dass machen was er gesagt hat.
00:20:06: und mit einmal ist eigentlich alle enttäuscht also menschlich privat und beruflich mich selbst.
00:20:13: Und aber natürlich auch irgendwo meine Eltern, die jetzt wahrscheinlich gar nicht in dem Moment gesagt haben wir sind so enttäuscht.
00:20:19: Aber wo ich dachte, ihr habt zu viel meiner Ausbildung investiert und jetzt habe ich eine Salatbar in Sand gesetzt.
00:20:24: Also das war so ein Moment, wo ich dachte könnte auch nix werden im Leben.
00:20:29: Ich lese gerade ein ganz tolles Buch Das heißt What to Make of a Life?
00:20:32: Dann geht es um diese Umbrüche und dann den Fog der Nebel danach.
00:20:37: Da warst du jetzt im Nebel.
00:20:40: Dadurch navigiert, wie bist du durchgelaufen und wusstest was in die richtige Richtung
00:20:44: war?
00:20:45: Also erst mal sind es die Menschen, die dir helfen aus diesem Nebel wieder rauszukommen.
00:20:48: Und da war wirklich an vorderster Front mein Großvater der damals so um die fünfundsebzig achtundsiebzig oder sowas und er hat mir zwei Sachen damals gesagt und das haben nicht viele in der Zeit gesagt.
00:21:03: also das macht ja auch einsam so eine zeit wo du nicht mit dir im rein bist weil erstens kapselst du dich selber ab und zweitens lassen sich alle anderen auch so ein bisschen in Ruhe, teilweise total enttäuscht sind.
00:21:16: Wenn so eine Beziehung auseinandergeht entscheiden sicher Menschen auch für die eine oder die andere Seite und wenn Du dann die bist, die das abgesagt hat, dann eher für die andere seite.
00:21:24: also das war jetzt keine Zeit wo jetzt ganz viele kamen und mir ganz viel positive Energie gegeben haben weil ich es wahrscheinlich gar nicht so richtig zugelassen habe und er war eben der der erstens gesagt hat Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärz verstanden.
00:21:41: Das heißt, wenn du jetzt den Kopf in Sand steckst kann es ein bisschen machen aber dann passiert halt nichts Gutes.
00:21:48: Wenn du jetzt weiter machst wirst du irgendwann darauf zurück gucken und sagen war nicht cool Aber war richtig.
00:21:55: Also Es ist richtig, eine Beziehung dann zu beenden.
00:21:58: Wenn sie nicht nachhaltig die Richtige sein wird.
00:22:01: es ist richtig eine Salatbar zu beendet wenn sie keinen Erfolg hat und es ist aber auch richtig weiterzumachen und zu sagen mal gucken vielleicht klappt ja nächstes Mal.
00:22:11: Und dieses lasst dir von niemandem sagen dass deine Stärke eine Schwäche ist weil du guckst natürlich in den Spiegel und sagst ich will aber viel vom Leben Und jetzt hast du erstmal sozusagen gar nichts.
00:22:27: Ist das deswegen dann vielleicht falsch?
00:22:29: Also sollte ich meine Erwartungen korrigieren, sollte ich mich auch runter regeln und sagen, dann hörst du auf zu gründen und hörst auf so große Ansprüche und Erwartung zu haben, dann wirst du nicht enttäuscht.
00:22:43: Da bin ich ihm unendlich dankbar dass er das gesagt hat weil am Ende bist du ja wie du bist und das ist dann wahrscheinlich auch deine Stärke.
00:22:52: Und hätte ich die da unter ein Teppich gekehrt, weiß ich nicht ob ich heute hier säße?
00:22:58: Das ist doch wirklich besonders.
00:23:00: Wolke und Ich reden auch oft darüber, dass Frauen Ambitionen eben nichts zugestanden werden.
00:23:04: Und dass so genau in solchen Momenten, an denen man hattest, der gesagt hat, ne, deine Ambition sind superso macht genauso weiter.
00:23:11: Das ist hier wirklich ein ganz großes Geschenk.
00:23:13: Ja unglaublich großes Gesenk.
00:23:17: Ja, schon so ein gestandener Mann, dass du auch wusstest.
00:23:21: Der hat ja schon alles erlebt.
00:23:23: Weltkrieg, Wiederaufbau ... Hat sich von null auf hundert selber hochgearbeitet.
00:23:28: Also der war eine Instanz für wenn er das sagt, stimmt das?
00:23:32: Deswegen hat mir das wahnsinnig viel Stärke gegeben und dann ging es weiter.
00:23:37: Das war erst mal ziemlich unglamourös weil du dann sagst... Hier
00:23:40: ist ehrlich gesagt die meiste Zeit im Leben.
00:23:42: Es ist so!
00:23:43: Genau.
00:23:43: aber das war noch viel unglamoröser als ... als es so und so ist.
00:23:48: Weil das war dann einfach Bewerbungen, Schreiben für Jobs die jetzt vom Gehalt nicht mehr waren als was ich vor X Jahren bei der Münchner Rückverdient hatte.
00:23:59: Ich hatte auch das Gefühl, ich kann eigentlich gar nichts richtig!
00:24:01: Ich habe BWL studiert und Finanzen und Rechnungslegung und Controlling Welchen Job kann ich denn jetzt richtig?
00:24:07: So, und dann habe ich angefangen bei einem Startup einer Online-Partnervermittlung.
00:24:12: Das war damals auch noch total fischig irgendwie.
00:24:16: Und da einfach als rechte Hand des Gründers... ...und das war aber nur nicht dass das wie heute Founder's Associates und Chief of Staff und was weiß ich, was hieß?
00:24:27: Das hieß glaube ich einfach Assistentin des Grünners oder so!
00:24:32: Und das Tolle aber war, nach außen war das nicht glamourös.
00:24:35: Aber nach innen habe ich so viel gelernt!
00:24:38: Also es war unfassbar wie der mich von null auf hundert durch diese Organisation geschossen hat.
00:24:45: Jetzt eröffnest du Schweden jetzt machst Du ein Business Case hierfür, jetzt machst du eine Präsentation dafür, jetzt brauche ich einen Exelschied von dir so... Das heißt du hast eigentlich in einem Jahr Alles gelernt an Handwerkszeug, was du brauchtest um in dieser Digitalbranche wie sie damals noch hieß laufen zu lernen.
00:25:05: Und dadurch dass da kein Scheinwerferlicht war nach dem Motto Guten Tag Was machen Sie da tolles weil es ja gar keinen interessiert hat?
00:25:12: Hattest Du auch Gar nicht so dieses?
00:25:14: Also ich bin mir eh nie für irgendwas zu schade, aber in der Zeit hat es das besonders nicht.
00:25:18: Weil du einfach dachtest alles was sich jetzt aufsaugen kann, alles was ihr jetzt machen kannst nehme ich mit und ich arbeite mir jetzt einfach die Hacker ab dass ich hier gut bin und dann irgendwann kommt vielleicht der nächste Schritt so und so war's.
00:25:31: Das war schon immer, glaube ich ein guter Ratgeber.
00:25:33: Am Anfang wenn du irgendwo reinkommst erst mal zu sagen wie kann ich euch helfen bevor man fragt what's in it for me?
00:25:40: Und so.
00:25:41: und das habe ich gemacht.
00:25:42: und dann bin ich da aufgestiegen und irgendwann war ich Director International und hab zwei zwanzig Länder verantwortet und war siebenzwanzig und dachte Mensch also von Bewerbungsprozess und du bist Assistentin der Geschäftsführung zu Du hast jetzt hier Länderverantwortungen lauter schlaue Leute unter dir eigentlich auch erst siebenzwanzig, da hatte ich dann so wieder das Gefühl jetzt bist du ja vielleicht wieder langsam on track.
00:26:06: Ja.
00:26:06: Das ist ja schon mal ein sehr schönes Limonaden Rezept also einen Weiser sich einen weisen Menschen auf jeden Fall auch zu suchen, den man in einer Krise genau die in der Krise einfach jemanden sind an dem man sich erstmal so wieder so'n Stück hoch über die über die Grasnarbe so'nen Stück heben kann aber auch man dann schon einfach wahrscheinlich mal des Außen
00:26:27: Absolut.
00:26:28: Ja, und akzeptieren dass man vielleicht selbst in dem Moment nicht stark genug ist und dass man angewiesen sein darf auch aufholende Menschen im Umfeld.
00:26:35: Und
00:26:35: fragen darf das ja auch so ein Hilfe annehmen?
00:26:38: Ist ja auch nicht was, was man so lernt
00:26:41: früh meistens
00:26:41: oder?
00:26:42: Nein
00:26:42: und jetzt sagen wir heute immer du musst auch mal gescheitert seinem Leben und Zitronen und so.
00:26:46: Aber nur wenn du danach bitte auch eine Erfolgsgeschichte zu erzählen hast.
00:26:50: also das heißt in dem moment Da fragt ja kein Mensch.
00:26:55: Toll, du bist gescheitert!
00:26:56: Erzähl mal, sondern alle sagen so okay danke, wir laden lieber jemand anders ein.
00:27:01: und deswegen bin ich auch immer nicht für diese Fuck-up nights und für dieses Zelebrieren von Scheitern weil ich weiß es fühlt sich in dem Moment so schlimm an... Du willst überhaupt nicht feiern?
00:27:13: Und du willst auch überhaupt nicht da stehen und sagen guck mal mich alle an, du willst dich einfach nur verstecken.
00:27:18: wenn's dann alles wieder gut ist Dann stehst du bei diesen Knights und alles so, toll.
00:27:24: Aber da hab ich schon eine hohe Empathie mit denen die in dem Moment scheitern weil ich einfach weiß, da möchtest du das Scheinwerferlicht ganz weit weg haben.
00:27:33: Das macht dich ja auch zu der Frau, die du heute bist, deiner Empathies?
00:27:37: Total!
00:27:38: Und es macht dich auch dazu dass du nie Gefahr läufst
00:27:42: abzuleben
00:27:43: oder die Botenhaftung zu verlieren.
00:27:45: also der Satz Aber jetzt nicht abheben, der ist so absurd auf mich selber bezogen.
00:27:50: Weil ich so denke es gibt wirklich nichts im Leben.
00:27:53: und dann noch vier Kinder die halten sich aber sowas von am Boden.
00:27:56: ja da habe ich neulich gerade wieder gedacht das ist die größte Resilienzübung die diese Menschheit sich je ausgedacht hat.
00:28:02: also es gibt einfach nichts wo ich plötzlich denken würde jetzt kann über Wasser gehen weil es einfach schon so viele Momente in meinem Leben gab wo ich dachte
00:28:11: poch!
00:28:12: Also weiß ich nicht ob das nochmal gut wird Und das sage ich ja aus einer hochprivilegierten Situation heraus.
00:28:19: Das heißt, ich weiß nicht ob es noch mal gut wird ist ja gesprochen als.
00:28:24: Ich habe keine Armut erlebt!
00:28:25: Ich bin nicht sexuell missbraucht worden.
00:28:27: Ich hab nie Hunger gelitten meine Eltern sind nicht geschieden.
00:28:32: Alles was du da reintun Es ist niemand früh gestorben alles nicht passiert in meinem Leben und trotzdem bin ich schon so in die Knie gegangen.
00:28:39: Wie gehen dann Menschen in die knie?
00:28:40: Die nicht soweit vor der startlinie starten wie ich?
00:28:45: Bewusstsein ist total in mir drin.
00:28:49: Bevor du gekommen bist heute, haben Volk und ich hinter deinem Rücken auch über dich gesprochen.
00:28:53: Ja
00:28:54: klar, lang und breit!
00:28:56: Und was wir vor allem gesagt haben ist dass wir uns einfach keinen besseren ersten Gast vorstellen können weil ... Du strahlst wie kaum jemand anderes so einen Wohlwollen aus und dann weiß wenn du kommst und dich mit einem unterhältst oder bei uns im Podcast bist das wird gut und es wird zugewandt und das wird eben wohlwollend und das ist ganz großartig.
00:29:13: und wahrscheinlich verstehen wir jetzt immer ein bisschen mehr woher das alles kommt?
00:29:19: Weil ich einfach nichts schöner finde, als dass Menschen halten was sie versprechen.
00:29:24: Also wenn jemand ausstrahlt Ich bin ein Mensch, ich möchte das Dinge gelingen!
00:29:29: Ich möchte das Menschen gut zusammenarbeiten Das wir Brücken bauen und so Und dann triffst du auf diesen Menschen und dann spürst Du davon aber nix Ja?
00:29:36: Dann merkst du so Ist das eine Social Media Strategie oder bist du echt?
00:29:43: Je älter ich werde desto mehr liebe ich einfach echte Menschen wo ich so das Gefühl habe, mit allem was das Leben so mit sich bringt.
00:29:52: Also je mehr Ecken und Kanten dessen, was du erlebt hast, desto besser weil du dann glaube ich einfach nicht gefahrläufst eine Version von dir zu sein.
00:30:02: Sondern... Ich sage glaube
00:30:03: ich das Privileg unseres Alters, weil Christina ist uns zehn Jahre hinterher muss man fairerweise sagen.
00:30:09: Das ist ja diese Mitte.
00:30:10: vierzig ist wie so ein neureigischer Punkt für No More Bullshit.
00:30:15: Und zwar egal wo mein Herkommt und wo man gestartet ist, das passiert quasi automatisch.
00:30:20: Und da selektiert man ja noch mal ... Über einmal
00:30:22: Deep Talk als hundertmal Smalltalk lieber eine echte Umarmung als zehnmal Küsschen rechts, Küßchen links so also... Und wenn dann rechts- zu-küsschen links ist, dann ist es auch okay!
00:30:33: Dann ist die Situation aber das ist nicht die in der ich mich wohlfühle
00:30:38: Weil man ja auch schon so viel hat, ich mein du hast ja so viele Rollen.
00:30:41: Ich weiß gar nicht ob überhaupt schon alles aufgeschrieben ist.
00:30:44: Es gibt noch viel mehr was du so tust.
00:30:47: und da fragen sich glaube ich alle außenstehenden wenn wir jetzt an die Hörerinnen und Zuschauerinnen denken how to das ist ja immer so.
00:30:54: die Frage weil es ist eben schwer zu kopieren es gehört ganz viel dazu es ist ein background ich meine jetzt eher den emotionalen background dass überhaupt zu leisten zu tragen und dann aber auch zu exekutieren bei wissen wie es geht, tun ja fast alle.
00:31:09: Das ist nicht sozusagen die Kunst.
00:31:10: Die Kunst ist ja das Machen und dieses how-to.
00:31:13: und hast du.
00:31:15: von außen denkt man you own it all your have it all's klappt immer reibungslos.
00:31:21: oder ist das eben auch Eine Illusion, die entsteht.
00:31:23: Weil man natürlich nicht morgens heute Morgen um fünf als du Snackboxen gemacht hast, waren wir ja nicht dabei.
00:31:28: Genau!
00:31:29: Also ich glaube einmal wenn Du jetzt die Leben von Menschen nur auf Social Media oder in den Medien verfolgst oder anhand der Interviews diese geben deswegen mag ich Podcast so gerne weil das so... Stück weiter hinter die Kulisse blicken lässt.
00:31:43: Das kannst du in der Social Media Story und im Interview gar nicht so bringen!
00:31:48: Wenn Du nur das Bild nimmst, wie ist es denn dann?
00:31:50: Selbst wenn ich ja jetzt nicht nur auf Social Media mein Haus, mein Auto oder meine tollen Kinder – das mache ich ja nicht – trotzdem ist es ein super Leben was Du da siehst.
00:32:02: Und so ist Social Media.
00:32:03: ab und zu kriegt man auch mal ein weinendes Bild, oder.
00:32:06: ich habe natürlich sehr offen über den Tod meines Vaters gesprochen.
00:32:09: Aber dann denkt man wieder aber trotzdem läuft ja bei der alles so und da muss man einfach wirklich wissen.
00:32:15: das sagen Lea und ich auch immer bei uns im Podcast.
00:32:18: deswegen erzählen wir da immer genau all die Momente die man nicht auf Social Media sieht.
00:32:22: Du hältst ja nicht die Kamera auf dein Kind, wenn es dich anschreit.
00:32:27: Ja?
00:32:27: Erstens aus Schutz der Persönlichkeit deines Kindes und zweitens weil du denkst, das möcht ich jetzt eigentlich nicht dass das alle sehen so.
00:32:33: Du hältest nicht die Kameradrauf wenn du dich mit deinen Partner streitest.
00:32:37: Du kannst nicht in Echtzeit über Projekte reden, die du jetzt gerade ins Sand gesetzt oder abgesagt hast.
00:32:45: Weil dazu viele Menschen beteiligt sind und das muss erst mal so ein bisschen Gras drüber wachsen.
00:32:48: Du kannst aber in Echzeit über die Knallererde, die zu gestern gehalten hast, reden.
00:32:52: Das heißt, die Gegenwart ist immer zu schön gefärbt Und in der Zukunft kannst du dann retrospectiv darüber reden was nicht funktioniert hat.
00:33:01: Deswegen glaube ich Social Media alles fein Aber hört lieber mehr Podcasts und hört den Menschen wirklich zu, weil da erfährst du glaube ich wie sind sie zudem geworden?
00:33:13: Wie machen Sie es wirklich wenn Sie das teilen wollen.
00:33:16: Und das andere gibt ja einfach eine schiefe Sicht auf die Dinge.
00:33:19: und wenn Du Dich dann damit vergleichst, dann kannst Du ja nur morgens aufwachen und denken Ich kann's nicht!
00:33:24: Ja ich habe heute Morgen noch gelesen dass sich vergleichen ist das Ende vom Glücklichsein.
00:33:29: Wie schön, ne?
00:33:30: Ich glaube es ist sogar der Tod des Glücks hat mir noch jemand gesagt.
00:33:36: Seien
00:33:36: wir drastisch!
00:33:40: Und ich sag auch immer zu meinen Kindern und zu Menschen in meinem Umfeld Es geht dir ja kein bisschen schlechter wenn's jemandem anders besser geht.
00:33:48: Also das heißt sollen doch alle da draußen das beste Leben haben... ...es ändert ja nichts an meinem Leben.
00:33:54: Das heißt warum dieses Vergleichen oder warum das Neiden?
00:33:58: Es holt dir nur negative Energie rein, die du eigentlich besser für was anderes nutzen könntest.
00:34:04: Und
00:34:05: es entmenschlicht auch so!
00:34:07: Weil du natürlich durch das vermeintlich dauerprivilegierte und ich würde sagen, das goes for all three oder was?
00:34:14: Die Wahrnehmung von außen immer happy go lucky... ...und es wird einem auch abgesprochen.
00:34:21: jede Form von Problemen, Sorgen also richtig tiefe, tiefe Sachen und Umbrüche, die passieren Die gibt es nicht oder die sind nicht so wertig wie bei anderen Leuten.
00:34:32: Und ich glaube, hab das Gefühl Social Media gibt da noch mal so wie ein Accelerator drauf?
00:34:36: Genau und deswegen einfach auf sich selbst konzentrieren auf sein Leben, wie man's leben will und sagen Ich bin traurig wenn ich traurige bin und ob mir das irgendwer zugesteht ist ja total egal.
00:34:49: Aber du machst auch mal Detox!
00:34:51: Wir sind ja schon eine Weile verbunden Raus raus.
00:34:56: Ich bin dann raus
00:34:57: raus.
00:34:57: Das ist
00:34:57: zweimal
00:34:58: im Jahr, ne?
00:34:58: Sechs Wochen.
00:34:59: Aber
00:34:59: beschreib mal kurz raus raus!
00:35:00: Also ich bin auch mal nicht bei Insta aber...
00:35:02: Raus heraus ist Instagram gelöscht, LinkedIn gelösht, WhatsApp gelöszt und Mails vom Handy gelösst so und damit kriege ich sechs Wochen eigentlich Nicht viel mit, also E-Mails ja.
00:35:16: Aber E-mails sind nicht so Hallo!
00:35:18: Ich mache gerade das und das und so, sondern es ist eher, möchtest du eine Keynote hier halten oder ein Auftritt da machen?
00:35:25: Aber kein WhatsApp für sechs Wochen zu haben, gerade wenn du vier Kinder hast und diesen tausend Gruppen drin bist und so ... Da ist dann richtig Ruhe im Kopf.
00:35:33: Hast du das mit dem Abgrenzen, mit dem Letterm, dich fokussieren, hast du das schon immer gut gekonnt?
00:35:38: oder was waren deine Wachstumsmomente?
00:35:41: Nein Ich bin von der Persönlichkeit jemand, der möchte es Menschen recht machen.
00:35:47: Der möchte das.
00:35:48: Harmonie ist kann wahnsinnig schwer Streitaushalten negative Energie.
00:35:54: Das heißt abgrenzen war jetzt überhaupt nicht meins weil ich immer dachte kommen das kannst du auch noch.
00:35:59: ja das war jetzt nicht nett dass sie das gesagt hat.
00:36:01: aber egal das hat sich bestimmt nicht so gemeint und so Immer weiter und immer weiter.
00:36:07: Toxing-Positivität?
00:36:09: Genau, absolut!
00:36:10: Und ich erinnere mich noch nicht mehr auf einfach so Kurs halten.
00:36:13: Irgendwann merkst du, warte mal das funktioniert so nicht.
00:36:17: Ich kann nicht zu allem Ja sagen weil dafür hat der Tag nicht genug Stunden und es ist ja immer Nein für jemand anders.
00:36:23: also wenn ich dann die siebte Bachelorarbeit zusage dass sich da ein Interview gebe dann bin ich ja nicht bei meinen Kindern oder nicht bei den Themen dann enttäusche ich in dem Moment eine Studentin, die bestimmt ganz toll ist.
00:36:39: Aber es geht halt nicht alles und das musste ich total lernen.
00:36:43: Jetzt würde ich sagen seit ich vierzig bin kann nichts.
00:36:47: aber es gibt immer noch die Momente da kriegst du mich ja.
00:36:50: also wenn da so ein sechzehnjähriger Schüler vor mir steht und sagt ich komme ausm Umfeld Da gab's keinen einzigen Unternehmer und ich habe jetzt einen Pitch Deck erstellt.
00:37:00: Ja okay her damit.
00:37:02: Also Du kriegts mich schon immer noch aber nicht mehr so in diesem unreflektierten, es Menschen recht machen wollen.
00:37:10: Weil am Ende werde ich dann gar keinem gerecht und dann hat auch keiner was
00:37:13: gewonnen.".
00:37:13: Und hast du dir aktiv Hilfe geholt?
00:37:15: Eine Therapeutin, einen Coach – wie bist du da hingekommen?
00:37:18: Ja also ich hatte immer Coaches diversester Natur je nachdem was das Thema war, was es zu bearbeiten galt.
00:37:26: eine die mich schon sehr lange begleitet.
00:37:28: wo ich aber immer so ... Ich bin so ein punktueller Coaching-Mensch Dauercouching, sondern ich checke dann immer wieder ein.
00:37:35: Wenn ich merke, ah jetzt knack' ich hier an irgendeinem Nuss und komm nicht weiter.
00:37:40: Und deswegen dieses Nein sagen, nicht everybody's darling sein wollen so das habe ich bestimmt auch durch Coaching gelernt.
00:37:48: Ich bin aber auch ein Mensch der ganz viel seinen Umfeld fragt und um Feedback bittet.
00:37:54: also meine Schwester an Vordersterfront, meinem Mutter bei denen weiß ich halt, wenn die dann was Negatives sagen.
00:38:03: Dann sagen sie es ja nicht um mir eine reinzuwirken sondern weil Sie ja darauf bedacht sind dass sich besser werde oder es mir gut geht und deswegen mag ich Feedback von denen wahnsinnig gerne Weil's immer wohlwollend ist Und dann krieg' ichs aber auch wirklich und nicht so verpackt Dass man denkt.
00:38:19: Ja weiss ich gar nicht ob du mir jetzt die Wahrheit gesagt hast.
00:38:21: Also da lernt man dazu und trotzdem würde ich jetzt nie sagen das man fertig is also würde nie sagen, dass ich jetzt weiß, wie es geht.
00:38:32: Hat man
00:38:33: doch auch Angst oder das Gleiche was passiert?
00:38:35: Also ich denke so wenn ich den Claim rausgebe dann... Ja
00:38:40: und dann schlägt das Leben zu.
00:38:41: und ich habe ja eben gesagt, ich meine mein Vater ist mit Einen-Siebzig gestorben nach einer sehr kurzen, sehr schweren Krankheit.
00:38:48: der war eigentlich unbesiegbar!
00:38:51: Das war jetzt so ein Typ wo ich dachte Also, neunzig wird er auf jeden Fall.
00:38:55: und bis dahin gründet der mit mir noch neue Unternehmen und führt irgendwelche Initiativen an.
00:39:01: Und da kannst du ja noch so durchgecoached und alles sein.
00:39:05: das wirft dich so aus der Bahn und auch nachhaltig dass du dann sagst okay und das war jetzt ja immer wieder relativ zu bleiben in den Schicksalsschlag.
00:39:16: ein seventy-jähriger Mann mit dem du sechsenvierzig fünfund vierzig Jahre deines Lebens verbringen durfte stirbt.
00:39:23: Es sterben gerade in der Ukraine jeden Tag dreijährige Kinder, dreiundzwanzigjährige Frauen, neununddreißigjährigen Mütter.
00:39:31: Also ich will damit ja auch nicht sagen jetzt habe ich den krassesten Schicksalsschlag erlebt.
00:39:36: Nee das gehört zum Leben dazu aber das heißt ja nicht dass du darauf vorbereitet bist so und da merke ich einfach was da auch noch alles kommt.
00:39:45: Da werden ja noch ganz viele andere sterben und ...
00:39:47: Wir kommen jetzt erst in das
00:39:48: Alter, ja!
00:39:50: Und jetzt wären deine Kinder groß und plötzlich merkst du kleine Kinder kleine Sorgen große Kinder große Sorgen und also der kommt noch so viel Leben dass ich auf keinen Fall sagen würde Ich hab's jetzt raus Ja?
00:40:02: Ich habe jetzt die Weisheit.
00:40:04: Ihr könnt mich jetzt alle fragen.
00:40:06: Eine Eine Geschichte, die du ... Ich glaube da war ich bei einer eurer Shows auf der Fast & Curious Tour.
00:40:12: Die du geteilt hast und die mich sehr berührt hat, war als du mit Anfang dreißig hattest dich eine geschafftsführung in Berlin zu übernehmen.
00:40:22: Du warst zurzeit aber in Hamburg und hast zwei kleine Kinder gehabt das kleinste neun Monate alt.
00:40:28: Hast sich dazu entschieden drei Tage die Woche komplett in Berlin sein und die Kinder in Hamburg zu lassen.
00:40:36: Ich bin keine Mutter in den Gesprächen mit meinen Mutterfreundenen.
00:40:42: Ich glaube, ich würde es wiederum gehen, wie es einem das Herz zerreißen würde?
00:40:47: Wie war das denn für dich?
00:40:49: War das auch so ein bisschen nebelmoment und musstest erst einen Weg finden?
00:40:55: oder war
00:40:55: das... Er wurde zum Nebelmomente.
00:40:56: Er startete eigentlich ganz gut weil ...
00:40:59: Auch oft.
00:41:01: weil ich eigentlich Hochschwanger mit dem zweiten Kind vor einem Headhunter saß, der mir eine CEO-Position eines Startups in Berlin anbot.
00:41:10: Mit einem Dreißig, ein kleines Kind zu Hause eins im Bauch und das Ganze ist jetzt ja schon wieder fünfzehn Jahre her wo du dachtest – und er war ein Mann!
00:41:18: Wo du dachte, wow wir sind in einer Neuzeit angekommen.
00:41:22: Du darfst hochschwanger hier sitzen und er traut dir zu, dass du in fünf Monaten ein achtzigköpfiges Team als CEO in einer anderen Stadt übernimmst und redet nicht einmal über deinen Bauch und wie du das alles organisieren willst und so.
00:41:35: Und das war so einen Moment, da ich dachte diese Chance musst du nehmen!
00:41:39: Du kannst jetzt nicht sagen nee es kommt jetzt ein bisschen früh aber melden sich doch im Jahr nochmal.
00:41:44: und so weil diese Jobs gab's drei an der Zahl so halbwegs.
00:41:49: Und es war entweder now or never, Machs oder Lasses.
00:41:53: aber denkt nicht dass sowas dann gleich wieder kommt.
00:41:56: und dann habe ich mit meinem damaligen Mann gesprochen und gesagt das ist eigentlich jetzt genau der Schritt den ich möchte und ich möchte rein in dieses Startup-Branche nach Berlin und das is ein tolles Unternehmen und das ist aber so ein bisschen so'n Turnaround Case.
00:42:10: da muss sich also scharf nachdenken.
00:42:12: Also das ist alles was ich möchte.
00:42:15: Es ist jetzt nicht so super vom Timing.
00:42:18: Und dann haben wir gesagt, schaffen wir machen wir habe ich zugesagt und hab gesagt Montag bis Mittwoch bin ich in Berlin ab wenn der kleine fünf Monate alt ist Und Donnerstag, Freitag und am Wochenende bin ich in Hamburg.
00:42:32: Montag bis Mittwoch macht er... Ich bin dann Donnerdag wieder da!
00:42:36: So, so ging das los und es ging alles erstmal richtig gut und war hundsanstrengend weil natürlich die Nächte, die du da bist sind furchtbar.
00:42:47: Dann hast du natürlich auch dieses Ich muss alles nachholen von Donnerstag bis Sonntag, was ich Montag bis Mittwoch verpasst hab.
00:42:52: Aber eigentlich habe ja auch noch ein
00:42:53: Vollzeitjob.".
00:42:54: Also es war auf keinen Fall so das ich in Echtzeit dachte, yeah!
00:42:59: Sondern es war eher so Mensch, ich kriege das irgendwie hin und vielleicht wird's ja irgendwann auch besser.
00:43:06: Und dann wurde es in diesem Unternehmen schwieriger?
00:43:09: Weil es ja wie gesagt ein Turn-Around Case war und das war nicht einfach, einen Markt zu drehen der sich eigentlich gerade abschafft.
00:43:15: Und Mobile kam hoch und wir waren dann noch so im Browsermarkt.
00:43:18: also es war eine Umbruchszeit die war schon nicht leicht, die ging mit Entlassungen einher und meine Ehe scheiterte in dieser Zeit und mein Mann hat mich verlassen hat natürlich das ganze Konstrukt komplett zum Einstürzen gebracht, weil plötzlich war eben nicht mehr Montag bis Mittwoch und plötzlich waren nicht mehr.
00:43:40: Wir machen das zusammen Und dann stehst du da und dann war wieder dieser Moment sechs Jahre nach dem Moment davor Ist es eigentlich machbar was du davor hast?
00:43:52: Und ist das nicht auch zu viel und geht das nicht auf Kosten von allen anderen?
00:43:56: und all diese Sachen die du dir dann in den Kopf holst?
00:44:00: und Dann habe ich Mein tollen Großvater gab es natürlich immer noch.
00:44:05: Der war dann in dem Moment sechstenundachtzig, er war wieder der ganz stark an meiner Seite war und der hat gesagt also Schritt für Schritt erstens kann sich in Hamburg mit zwei kleinen Kindern wohnen und in Berlin einen Job machen und alleine ziehen sein Also ab nach Berlin Und ich so, oh, aber in Hamburg sind doch meine Schwester und meine Freunde.
00:44:26: Also ja ... Aber jetzt sind die Jungs first.
00:44:29: Die müssen jeden Morgen gegen Abend dich haben.
00:44:33: Du musst da Ruhe reinbringen!
00:44:34: Dann
00:44:37: hast du auch eine Umgebung aufgegeben dir?
00:44:39: Vielleicht auch unterstützen.
00:44:40: Ja,
00:44:40: total und die auch emotional total unterscheiden.
00:44:43: in Berlin kannte ich überhaupt keinen.
00:44:44: ja so das war auch noch überhaupt nicht die gründer scene wo du reinkommst und alle breiten dir den roten teppich aus und sagen wie schön eine frau mit zwei
00:44:53: kleinen
00:44:54: kindern
00:44:55: alleine zehnt.
00:44:55: cool
00:44:56: so.
00:44:58: und dann habe ich mir ein amerikanisches operae genommen einen jung ein mann ein ein zwanzigjährigen weil ich dachte ich hab zwei jungs Und das passt, glaube ich besser.
00:45:07: Das war dann auch lustig.
00:45:08: Saß ich also plötzlich mit so einem einundzwanzigjährigen Oper in Berlin und kannst du auch von außen dir gedacht haben okay?
00:45:15: Ist jetzt ein bisschen anderer Weg den sie eingeschlagen hat.
00:45:18: So und dann war ich schon mal in Berlin.
00:45:20: Dann fühlte es sich schonmal etwas leichter an weil es nicht mehr ganz so reiseintensiv usw.
00:45:26: und Nächte weg war.
00:45:29: Und dann hatte gesagt so nächster Schritt Tolle Kinderfrau suchen, die da Ruhe reinbringt.
00:45:35: Die einfach eine Bank ist wo du weißt ihr macht das ab jetzt zusammen.
00:45:39: So die habe ich von Anfang an Mary Poppins genannt und sie ist immer noch bei uns.
00:45:44: Das heißt dies jetzt in ihrem fünftzehnten Jahr.
00:45:46: Und das war der nächste Schritt.
00:45:49: und der dritte Schritt war wieder dieses Leben wird vorwärts gelebt rückwärz verstanden.
00:45:55: Das macht hier jetzt gerade alles gar keinen Sinn.
00:45:57: aber Mach es weiter, geh deinen Weg und irgendwann so.
00:46:02: Und jetzt kannst du die Geschichte so erzählen wie ich sie gerade erzählt habe und rückwirkend kannst du sie erzählen.
00:46:08: aus ein paar Monate später lerne ich meinen absoluten Traummann an der Bar im Soho-Haus kennen.
00:46:15: heute haben wir vier Kinder sind seit sechzehn Jahren zusammen seit elf Jahren verheiratet.
00:46:21: das Unternehmen ist in einem Unternehmen aufgegangen, Fox & Sheep.
00:46:26: Was ich gegründet habe und was unglaublich erfolgreich geworden ist.
00:46:30: Meine Kinder mögen mich... Alles ist rot!
00:46:37: Und das heißt du musst diese Geschichten immer zusammen erzählen weil erzählst du nur die letzte Geschichte sagt jeder okay too good to be true.
00:46:45: und wo findet man so einen Mann?
00:46:46: Wie kann man eigentlich so glücklich sein und so?
00:46:48: Und erzählste nur die erste denkst du ja Puh, ich glaub das wird nie gut.
00:46:54: Ähm so also... Das gehört immer alles zusammen.
00:46:57: und heute denke ich so, Mensch das ist aber richtig gut gelaufen vor fünfzehn Jahren.
00:47:01: Ja also das war ja richtig schlau wie ich es damals gemacht habe!
00:47:08: Wie schön dass mein Großvater recht hatte.
00:47:10: und bei der Hochzeit von meinem Mann und mir da war er Anfang neunzig.
00:47:14: Da ist er aufgestanden in seinem weißen Dinnerjacket hat das Glas erhoben und hat gesagt siehst du meine Süße?
00:47:20: Und hat sich wieder hingesetzt.
00:47:24: Das war so ein Limonadenmoment.
00:47:26: Ja, das
00:47:27: war ein
00:47:27: echter Limonadenmoment!
00:47:31: Und wenn ihr dann Patrick ja seid und lebt – das ist ja auch für Millionen von Menschen Alltag und ich glaube immer eine Challenge.
00:47:40: Weil ich bin noch
00:47:41: verheiratet
00:47:43: mit dem Vater meines Kindes aber das ganze Umfeld ist natürlich divers aufgestellt Hast du, wie habt ihr es?
00:47:50: How did you.
00:47:51: Also was hast du in Learning genau rüber?
00:47:54: rückblickend ist man ja so klug.
00:47:56: Was würdest du sagen?
00:47:57: kann man dazu was sagen was mehr oder weniger applicable ist auch für andere?
00:48:02: also ich glaube ich kann dazu sagen immer die Kinder first also das Wohl der kinder an erster stelle nicht wisst ihr damit geht?
00:48:14: So ist zwar manchmal hart, weil du dann irgendwas runterschlucken musst in Situationen rein musst die nicht schön sind oder so.
00:48:20: Aber von Anfang an bei meinen Jungs gedacht was ist das Beste für die wenn sie ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater haben und wenn ihr ein gutes Feld ist zu mir haben?
00:48:30: Und wenn da wenig kein Rosenkrieg, keinen schlecht übereinanderreden.
00:48:37: All das nicht!
00:48:37: Weil es ist ja für die nicht gut.
00:48:39: Die werden ja auf keinen Fall sagen oh danke Mami dass du mir gerade erzählt hast wie blöd Papi ist und so sondern die werden dann am glücklichsten wenn sie das Gefühl haben die sind zwar nicht mehr zusammen aber eigentlich ist ja alles gut.
00:48:49: So und das immer wieder sich zu fragen was ist jetzt das Beste für die Kinder?
00:48:54: Und an zweite Stelle zu stellen, weil am Ende gewinnst du ja trotzdem.
00:49:00: Also ich hab neulich den Satz gehört You're always as happy As your unhappiest child.
00:49:05: Oh, klug!
00:49:06: So?
00:49:07: Sehr klug.
00:49:07: Und wenn du glückliche Kinder hast bist du selber sehr glücklich.
00:49:10: Wenn du unglückliche kinder hast dann kannst du dich noch so sehr an erster stelle gestellt haben bist du trotzdem nicht glücklich.
00:49:15: Das heißt das würde ich einfach Bei allem Emotionen und was da nicht alles drin ist in Trennung, je mehr du es runter schlucken kannst.
00:49:27: Je weniger du dem anderen eins auswischen willst, je weniger auch es so für dich optimierst das es dann auf jeden Fall knallen muss desto besser Und klar!
00:49:38: Es gibt finanzielle Zwänge bei Menschen.
00:49:40: ich konnte das leichter sagen dass ich sozusagen finanziell unabhängig war und an der Stelle nicht kämpfen musste.
00:49:47: aber Generell ist es so diese Aura Verletzungen, die da stattfinden.
00:49:54: Dass man den anderen dann so verletzt dass nichts Gutes mehr werden kann.
00:49:59: Dann ist es auf Dauer nicht möglich und ich würde sagen das ist ein bisschen unser Rezept gewesen ohne zu sagen deswegen ist alles toll.
00:50:05: aber Ich würde sagen wir kriegen Patchwork wirklich sehr gut hin Wir uns da selber beide, also mein Mann und ich hinter die Kinder stellen.
00:50:17: Und nicht davor und sagen nee das ist jetzt für uns aber hier gerade nicht cool sondern ne wenn es für euch gut geht dann ist es ja am Ende für uns auch richtig.
00:50:23: Die Kinder haben total Glück wenn sie Erwachsene Eltern haben.
00:50:26: Ja weil nur weil man groß wird heißt es nämlich nicht dass man erwachsen wird.
00:50:29: Das ist ein Trugschluss.
00:50:31: Und wenn man selber noch Kind ist und dann das innere Kind mit in diesem Konflikt hat, dass es wirklich die denkbar schlechteste Lösung.
00:50:39: Und jetzt so im wirklich gelebten Alltag, weil du hast eine sehr gute... Das geschafft trotz eben wilder, wildem Gewarbeite auf sogar an verschiedenen Städten und so eine gute Beziehung.
00:50:51: Ich glaube, das ist ja oft das was so Mütter umtreibt.
00:50:55: Entweder ein schlechtes Gewissen oder aber die Angst natürlich, Effekt auf das Wohlbefinden.
00:51:03: Ich glaube, wenn du so willst meine Superpower, die ich einfach quasi entweder Geburt oder Erziehung mitbekomme habe ... Ich hab kein schlechtes Gewissen!
00:51:13: Ich auch nicht!
00:51:13: Ich bereue
00:51:15: nichts!
00:51:16: Du bist
00:51:17: der erste Mensch, den ich treffe!
00:51:19: Ich habe wirklich kein schlechtem Gewissen.
00:51:21: Du kriegst mich nicht mit irgendwas von wegen ... Ja war neulich, war sehr echt traurig.
00:51:28: Ja, das kann sein.
00:51:29: Das gehört zum Leben dazu!
00:51:30: Also du kriegst mich damit nicht und nicht aus Selbstschutz sondern aus...das ist so ein gutes Leben was unsere Kinder haben.
00:51:39: also wenn du das mal in Relation setzt zu der Welt dann bitte reden wir nicht darüber dass ich zwischen acht und achzehn Uhr nicht da bin.
00:51:46: Also das soll jetzt irgendwie das schlimmste Leben sein, da fallen mir aber richtig schlimme Leben ein.
00:51:51: So und deswegen kriegest Du mich damit Das heißt nicht, dass du dann da so unreflektiert durchmarschierst.
00:51:59: Aber es geht damit einher, dass Du Dinge nicht erleben wirst und Dinge nicht machen wirst.
00:52:05: Dass andere denken werden Puh!
00:52:07: Die hat ja noch nicht mal Muffins mitgebracht?
00:52:10: Ist so... Dafür war ich hier im Podcast.
00:52:14: Ja das ist.. Ich war dieses Jahr auch schon vier Wochen nicht da zum ersten Mal eben Und ich hatte einfach mal Null Ein schlechtes Gewissen, weil davor habe ich ja auch sechs einhalb Jahre alles gegeben.
00:52:25: Was ich hatte... Ich weiß gar nicht warum ich mich dann schlecht fühlen soll.
00:52:29: Fühlte mich aber allein!
00:52:31: Allein auf Walter Flur.
00:52:33: deswegen please to meet you.
00:52:36: Dass man das machen darf und ich hab ganz oft das Gefühl dass insbesondere eben Frauen sich das nicht erlauben.
00:52:42: Nein, genau.
00:52:42: Weil es natürlich dieses besonders Mom-Shaming gibt... Das hat man zu sein und das kannst du ja gar nicht erfüllen weil du musst ja alles sein und dass geht eh nicht Und ich kann da auch total drüber lachen.
00:52:56: neulich Abendlag meine Tochter auf mir drauf und dann meinte sie so Mama!
00:53:00: Ich sag dir jetzt alles was du nicht kannst Okay erzähl und sie so stricken häkeln kochen flicken annähen also die ganze Bandbreite der Hausarbeiten.
00:53:11: Und ich so, hast du recht?
00:53:13: Hast du Recht.
00:53:14: Wie gut das Papa so gut kochen kann!
00:53:15: Wie gut dass unsere Kinderfrau so gut stricken, häkeln, flicken annehmen kann... wie gut dass jeder das am besten kann was er am Besten kann.
00:53:22: Ich habe gar nicht den Anspruch alles zu können und kann auch nicht.
00:53:26: also ich hab genug Schwächen.
00:53:28: aber jetzt kann man sich ja immer überlegen, hangelst du dich jetzt an den Schwächen deines Umfeldes lang und legst die ganze Zeit den Fingern die Wunder aus.
00:53:37: Ich wünschte, du würdest abends mal mehr kochen.
00:53:39: oder sagst du danke dass du so cool Hausaufgaben mit den Kindern machst und das das so dein Ding ist weil das wäre jetzt gar nicht meins.
00:53:46: und Hausaufgang bin ich die Queen.
00:53:49: also jeder macht was am besten kann
00:53:51: Ja aber dann vertraust Du auch eben Deinem Umfeld Bei Mann, und da geht's schon los.
00:53:56: Ich glaube viele Mütter vertrauen ihr Mann ganz ins Geheim nicht so ganz.
00:54:01: Das stimmt!
00:54:02: Es ist wild weil ...
00:54:04: Und das muss man wirklich ernst nehmen.
00:54:07: Wir denken immer ja der macht ja nicht und wir lassen ihn nicht
00:54:12: und er macht es halt anders.
00:54:13: Und er macht's halt anders und das Andersartige ist eigentlich das Besondere.
00:54:17: Weil ist es bei uns auch immer so dass wenn ich abends von einer Abendveranstaltung komme keiner im Bett ist alles unordentlich ist, kein Tisch abgedeckt ist.
00:54:27: Alle irgendwo kopfüber irgendwo liegen?
00:54:30: ja aber hatten die ne mega zeit?
00:54:32: ja so und wollen die jeden am meines struktur?
00:54:35: nein so und is nicht genau dieses wechsel spiel aus.
00:54:38: heute ist mommy da heute sitzen wir hier jetzt räumen wir alle ab jetzt gehen berechtigt ins bett jetzt ist keiner müde.
00:54:46: das ist jetzt für die kinder nicht das glücklichste leben es ist für sie Dann am Ende doch auch gut.
00:54:52: Aber genauso schön ist auch dieses kreative Chaos meines Mannes und dann eben nicht reinzukommen, uns zu sagen na super!
00:54:59: So?
00:55:00: Sondern reinzukommen und zu sagen okay guten Abend.
00:55:03: wie schön dass ich euch doch noch alle sehe.
00:55:05: Ich dachte ihr schlaft schon seit zwei Stunden so.
00:55:07: also da eine Gelassenheit zu haben ist glaube ich ein guter Ratgeber.
00:55:11: Loslassen.
00:55:22: Wir können uns über ganz viele Sachen aufregen, it's not that deep!
00:55:27: Also dann gehen wir halt mal ein bisschen später ins Bett.
00:55:29: Ja sehr cool.
00:55:30: Aber
00:55:31: wo deep?
00:55:32: Marina du bist so'n Trüffeschwein.
00:55:34: Du findest immer irgendwelche Lücken oder Probleme die du dann auch direkt schließt.
00:55:39: Ganz frei nach deinem Motto nicht meckern sondern machen.
00:55:43: Und du hast beispielsweise vor einigen Jahren zusammen die Initiative Stay On Board ins Leben gerufen, weil bis dato Vorständinnen ihren Prosten aufgeben mussten.
00:55:52: Ihr Mandat aufgeben musste in dem Moment wo sie Mutter wurden.
00:55:56: Du hast mit der Übernahme von anderen tollen Frauen von FC Victoria gezeigt das Frauenfußball absolut verdient richtig gut finanziert zu werden, weil dass die Leistung unwahrscheinlich stärken kann.
00:56:11: Und so machst du das ständig.
00:56:13: Du bist die erste Vorsitzende des Startup-Deutschen Startupverbandes und bringst ständig die Themen von mangelnder Finanzierung für Startups, die von Frauen geführt werden und haust überall auf die Pauke.
00:56:25: Warst du schon immer ein Trüffel Schwein?
00:56:27: Warum tust du das?
00:56:28: Als ich war schon jemand, der es geliebt hat dieses Go First weil das ja eine große Fallhöhe auch hat.
00:56:37: also go first heißt nicht Klappt.
00:56:40: Als nicht go-klappt!
00:56:41: Heißt
00:56:43: Go First, ja?
00:56:44: Also erstes Sushi mal in Bielefeld kann klappen, kann nicht klappen.
00:56:47: erste Salat bei Deutschland kann klapp'n.
00:56:50: so also Go First motiviert mich, weil ich mag es wenn es keine Trampelfade gibt.
00:56:56: Wenn keiner sagt hier ist das Playbook, wenn keiner sagt ja wir machen das schon immer so sondern wenn du wirklich denkst okay wie könnte das klappen?
00:57:06: Wie kriegen wir jetzt dieses Gesetz durch den Bundestag?
00:57:09: stay on board?
00:57:10: Wie schießen wir jetzt einen Frauenfußballclub unabhängig von Finanzierung durch die Männermannschaft in der erste Bundesliga?
00:57:17: Wie bringen wir jetzt diese Quote von Gründerinnen, von neunzehn Prozent hoch?
00:57:22: Welche Vereinbarkeitsgesetze brauchst du dafür damit das klappt.
00:57:26: So, das motiviert mich hundertmal mehr als auf so einen fahrenden Zug aufzusteigen und zu sagen ja ich bin auch noch da!
00:57:34: Das mache ich super gerne wenn andere first gehen.
00:57:38: Also ich muss nicht überall Go First machen.
00:57:40: Wenn andere go first machen, dann setze ich mich super gerne in dieses Abteil mit rein und sage wir sind viele also da brauche überhaupt keine Führungsrolle.
00:57:49: aber wenn ich selber was Neues starte, dann muss es schon auch etwas Neues sein.
00:57:54: Also deswegen hat er halt auch seit Jahren kein Headhunter mehr angerufen bei mir weil ich glaube ich ausstrahle dass ich jetzt nicht so gut dafür geeignet bin auf das Bestehendes drauf zu setzen.
00:58:05: Du hast ja auch gegründet.
00:58:07: Ja,
00:58:08: also ich meine es ist wirklich schon ein echter Akt und das weiter... Ja,
00:58:12: es ist ein Akt und vor allen Dingen der Akt des Gründens ist gar nicht so der Akt.
00:58:14: aber was danach kommt?
00:58:16: Also dass du dann weißt, jetzt hole ich Investorenantwort, jetzt habe ich Mitarbeiter, Mitarbeiterin, jetzt macht das ganze richtig Umsatz, jetzt kommt die erste Betriebsprüfung, also dann kommst du ja nicht mehr raus!
00:58:27: Und ich glaube zu verstehen, dass Gründen ein Marathon ist auf den du dich einlässt wo du natürlich in Kilometer vierundzwanzig dich an den Weg ran setzen kannst und sagen kannst ich will nicht mehr.
00:58:40: Aber nicht so cool vor allen Dingen nicht wenn du im Team läufst.
00:58:45: Und deswegen ist es schon immer wieder dieser Moment, den mein Mann und ich auch ganz viel haben.
00:58:51: Wenn einer von uns wieder was Neues startet dann setzen wir uns einmal so im Wohnzimmer hin und sagen also folgendes Ich hätte jetzt die Idee, dass dauert wahrscheinlich zehn Jahre.
00:59:04: Passt das?
00:59:05: Ja und dann sind wir Gott sei Dank.
00:59:09: also kann sagen wir sind kein gutes Korrektiv füreinander weil wir dann immer sagen passt mega mega go for it!
00:59:15: Go first.
00:59:16: ja so auch jetzt gerade bei ihm wieder so eine Situation und dann wiederum denke ich so mein Größter Albtraum wäre irgendwann da im Alter auf der Parkbank zu sitzen, zurückzugucken und zu denken.
00:59:28: Da hast du aber viel ausgelassen.
00:59:30: Da ist aber viel nicht gemacht!
00:59:32: Da ist er oft Angst gehabt.
00:59:35: Und dann sitzt du da und denkst so... Hä?
00:59:38: Wäre jetzt eigentlich noch so deep gewesen das zu
00:59:42: machen?!
00:59:43: Und hat sich aber in dem Moment so übergroß angefühlt.
00:59:46: Deswegen versuche ich immer im Augenblick, die Dinge kleiner zu machen als sie sind und zu sagen ist ja nur eine kleine Gründung wird gar nicht so groß.
00:59:55: Ist ja nur ein Fußballverein und jetzt ist es ein richtiger FußballvereIN.
01:00:00: Das ist auch ganz schön dass man am Anfang immer gar nicht weiß wozu man da eigentlich sagt.
01:00:04: Voll!
01:00:04: Und aber auch das die Partner war.
01:00:06: Man muss es einfach nochmal einmal sagen.
01:00:09: Die hilft.
01:00:12: Voraussetzungen für alles, also wenn man in Beziehung leben möchte und vielleicht auch Familie für sich als Konzept mag.
01:00:20: dann kommt man nicht drum herum, sich sehr genau zu überlegen mit wie man sich verpart.
01:00:26: Kein Ausbremser Gotteswellen!
01:00:28: Nein und das gilt ja in beide Richtungen, dass man einfach so überlegt, in wen habe ich mich da verliebt?
01:00:33: Was sind seine Stärken und wie kann ich die jetzt unterstützen?
01:00:37: Und wenn man das selber nicht hinkriegt weil man sich klein fühlt oder weil es ungerecht findet oder so, wird es langfristig nicht funktionieren.
01:00:45: also ich glaube Partner schaffen sind die glücklichsten, wenn wir jetzt mit Kindern sprechen.
01:00:51: Wo die Frau ihre Rolle frei wählen darf?
01:00:56: Wenn sie sich entscheidet Vollzeit zu Hause zu bleiben Teilzeit zu arbeiten oder Vollzeit zur Arbeit und das ist Ihre Wahl wird es glücklich, wenn der andere das entsprechend hundert Prozent mitgeht.
01:01:06: weil Weil dann ist das Modell total egal.
01:01:09: Dann gibt's nicht das Model, was glücklich macht, sondern diese selbstbestimmte Freiheit zu sagen am glücklichsten wäre ich wenn ich um fünfzehn Uhr zu Hause wäre oder so wie ich Vollzeit arbeite und das geht dein Umfeld mit?
01:01:23: Dann is super!
01:01:24: Ich hab mal eine Verlobung aufgelöst und du bist ja... Jetzt
01:01:28: kommen eher die Schätzchen raus!
01:01:29: I love it Christina you go
01:01:30: girl!
01:01:30: Habe ich noch gar nicht erzählt
01:01:31: ne?!
01:01:33: Und du hast wirklich next level was du geteilt hast Hochzeit kurz davor abgesagt.
01:01:39: Und dann, du hast selbst die Worte geschaltete Ehe verwendet mit zwei kleinen Kindern.
01:01:44: Hast du jemals dieses wirklich hässliche und frauenfeindliche Narrativ- was erzählt wird über die Karrierefrau?
01:01:51: Dass bei ihr natürlich keine Beziehungen klappen weil sie zu ambitioniert ist und die Männer dann schreiend wegrennen oder sie es nicht aushält mit dem Mann zu sein so dass je für dich übernommen?
01:02:01: oder konntest du auch da dich immer gut abgrenzen und sagen nee das ist nicht meine Geschichte Individuelle Gründe, aber das ist nicht die Geschichte.
01:02:08: Also es ist nicht meine Geschichte weil ich ja weiß was in den jeweiligen Momenten das Problem war und das kann sich jetzt alles der Karrierefrau umhängen, aber dass ist ja viel viel schichtiger.
01:02:20: Trotzdem habe ich manchmal den Gedanken, den hab' ich so noch nie ausgesprochen.
01:02:24: Wenn aber jetzt meine jetzige Ehe scheitern würde Dann wird's langsam eng Was das Narrativ angeht also auch vor mir selber.
01:02:36: Also, ich meine es wäre absurd dass man sagt ne du darfst jetzt nicht mehr scheitern und so funktioniert's ja nicht.
01:02:41: Ja ehn sind ja nicht deshalb glücklich weil du sagst die muss jetzt für immer halten.
01:02:45: Aber ich glaube dann... also ich bin auch schon vorher die gewesen die in Spiege geguckt hat und gesagt hat was war dein Part hier?
01:02:54: Aber dann wäre vielleicht ist so Puh!
01:02:58: Vielleicht geht das nicht auf Dauer so wie ich das möchte mit Glückliche Beziehung, glückliche Familie im Job alles geben und so.
01:03:08: Und das ist ja sehr ungewöhnlich.
01:03:10: und jetzt ist es hier kein Holztisch und ich klopfe auch nie auf Holz.
01:03:12: aber meine ganzen Freundinnen würden jetzt wenn ich jetzt was ich jetzt gleich sage die würden jetzt hier alle so sitzen.
01:03:19: Ich weiß einfach wir sind Wir beide.
01:03:21: Und ich weiß einfach, dass das mir auch diese tiefe Sicherheit gibt, dass beides geht und nicht nur für mein Leben sondern auch für andere Leben weil wenn du dich gefunden hast und du guckst in die gleiche Richtung, du hast die gleichen Werte und du hast eher dieses Wie kann ich den anderen besser machen als wie kann ich ihn runterziehen?
01:03:39: Es gibt nichts wovon ich mir vorstellen kann, dass es uns auseinander bringt.
01:03:43: also wir haben so viel miteinander schon durchgemacht uns darüber klar, wie besonders das ist was wir haben.
01:03:53: Also ich leg da meine Hand dafür ins Feuer und dass es so schön weil ich weiß wenn das nicht so wäre müsste ich mich dieser Frage wirklich stellen.
01:04:02: und da das so ist habe ich da so einen totalen Frieden mit dieser Antwort.
01:04:06: wenn wenn mich jüngere Frauen fragen sag mal geht das?
01:04:09: Das geht wenn du den richtigen Partner findest geht das und zwar ohne Wenn und Aber.
01:04:14: Aber damit will ich jetzt nicht sagen.
01:04:16: Und jetzt habe ich hier die perfekte Beziehung gefunden und guckt mal alle her, sondern das hat ja Anläufe gebraucht wie eben beschrieben.
01:04:24: Wie schön dass es aber wenn es passt wirklich beides geht!
01:04:28: Man muss natürlich auch sehr bei sich ankommen.
01:04:30: Du bist ja über diese Reise, die du gemacht hast, hast du ja immer mehr herausgefunden wer ist denn Verena eigentlich?
01:04:36: und
01:04:36: dann kann man
01:04:37: vertrauen isst die langfristig so?
01:04:40: also du kennst dich selber sehr gut der andere kennt sich sehr gut.
01:04:43: Dann gehst du nicht mehr mit einer Version von dir in Beziehung was ja oft das Problem ist wie du gerne wärst.
01:04:48: und da ist man leider doch eben wenn man so ist.
01:04:52: Und wenn man aber schon als man selber kommt Dann steigert man die Chancen ja um einhundert Prozent, dass der andere einen auch als die erkennen kann.
01:04:59: Total
01:04:59: heute Morgen gab es diese Situation da weil ich im ARD morgen Magazin um sechs Uhr morgens das heißt du stehst da um fünf auf.
01:05:06: natürlich ist das laut sonst könnten wir bis sieben schlafen.
01:05:09: dann dann natürlich wacht er auf dann schläft er hoffentlich wieder ein weiß ich aber in dem Moment nicht.
01:05:14: dann komme ich um sieben Ozean schon wieder rein und dann kommst Du dann rein und alle gucken dich so bisschen an.
01:05:22: Schön, dass du jetzt schon Auftritt hattest.
01:05:24: Aber dafür sind wir aufgewacht und dafür musst ... Oder kommst du rein?
01:05:29: Da sieht aber jemand gut aus!
01:05:31: Und das sind so diese kleinen Sachen, dass Du eben nicht in die Tür kommst und denkst, Du musst eigentlich alles richtig machen weil Dich alle eh schon blöd finden Sondern es dann eher so ist... Du warst im Fernsehen, Mami, warum hast Du uns nicht geweckt?
01:05:45: Ja, weil ich ja nicht da war und so.
01:05:47: Das ist auch nicht immer so, aber das war heute Morgen wieder ein schöner Moment wo ich dachte Dann kommst du auch anders in den Raum rein.
01:05:54: Ja, das ist einfach großartig!
01:05:56: Und wie Du das gerade auch im Nebensatz vorhin gesagt hast ... Das was Du dann... vorlebst, dass das eben nicht nur für dich so eine Bereicherung ist.
01:06:04: Sondern auch für andere die das mit ansehen dürfen und deswegen auch am Anfang die Worte, dass du bist einfach ne Wegbereiterin und ein Vorbild auf ganz vielen unterschiedlichen Ebenen.
01:06:15: Und auch für mich war es in Momenten da wo ich in meinem Loch und mitten im Nebel war und du gesagt hast Ja, natürlich hab ich den ganzen Tag einen Kalender vor.
01:06:24: Aber ich nehm mir fünfundvierzig Minuten Zeit, um mit dir zu sprechen.
01:06:29: Das ist super wertvoll was du anderen die ganze Zeit aktiv aber einfach durch deinen Sein und ein Vorleben mit gibst.
01:06:36: Schön danke!
01:06:38: Ich glaub das Vorleben ist nämlich das worum es geht oder dieses Practice what you preach.
01:06:43: aber es geht ja darum nicht irgendwelche Claims rauszuhauen sondern man muss es wirklich leben.
01:06:47: und mit dem Vorleben geht es sowohl in der Karriere als auch privat, das ist halt das Allerbeste.
01:06:53: Man sollte so ... man selbst wie möglich werden?
01:06:56: Genau und dann können ja die Menschen entscheiden ob sie sich bei dir was abschneiden wollen oder nicht.
01:07:00: ich sag ja nicht.
01:07:01: Genau!
01:07:02: Guckt mal macht's mal alle so wie ich sondern guckt hin, guckt ob ihr euch davon irgendwas abscheinen könnt und wenn ja wie schön und wenn nein okay.
01:07:10: So und so sehe ich das.
01:07:13: Ja und so gucke ich auch auf andere und ich wünschte mir dass als ich jünger war es mehr Menschen gegeben hätte, die sich mehr zeigen.
01:07:21: Weil damals die Wirtschafts- und die Politikwelt noch viel verschlossener war aus.
01:07:26: Ich habe eine Rolle Und ich lasse mir nicht hinter die Fassade gucken weil das wird eh nur gegen mich verwendet.
01:07:33: mehr hinter die Fassade gucken lassen im Sinne von nur dann kann ich mir eigentlich wirklich was abschneiden und es dann auch nicht gegeneinander verwenden, weil hier ist jetzt heute auch viel drin wo du wenn du's nicht gut mit mir meinst kannst du das jetzt meinem ex verlobten schicken und meinem ex mannen und diesen um jemals an guck mal.
01:07:53: Und jetzt hat sie nichts besseres zu tun als vom Mikro zu sitzen und darüber zu reden.
01:07:57: also du kannst in allem immer im worst case denken oder du kannst sagen Hoffentlich hat's aber für die anderen, die zugehört haben.
01:08:05: Die Tür geöffnet aus.
01:08:07: ah okay da holt sie heute ihre Erdung her oder ihre Stärke.
01:08:11: jetzt verstehe ich das dass es nicht misses ober privilegiert ist die einfach durchs Leben läuft und sagt hauptsache mir geht's gut so und ich glaube das ist immer wieder so.
01:08:19: der Anspruch
01:08:20: nur da kannst du ja auch frei sein weil am ende muss es ja eine form von.
01:08:25: im besten fall würde ich sagen fühlt man sich ein stück weit frei in seinen entscheidungen.
01:08:30: für mich ist das so Das höchste Gut.
01:08:33: Und wenn man öffentlich sichtbar ist, was wir jetzt alle drei sind ... Ist es glaube ich eine Mindset-Entscheidung zu sagen?
01:08:41: Niemand ist perfekt!
01:08:42: Aber das sagt ja auch keiner von uns über sich selbst so.
01:08:45: Wir stehen ja eigentlich aufmorgens im Spiegel.
01:08:46: But we versuchen halt unser Bestes raus in die Welt zu geben und das ist schon wirklich viel.
01:08:56: Also danke dass du das machst.
01:08:58: Wir finden dich leuchtend, wirklich strahlend beeindruckend.
01:09:02: Ich hab dich ja im Bundestag reden sehen.
01:09:04: Ja,
01:09:04: so schönest du gekommen bist!
01:09:05: Weil das waren ... Das sind die großen Momente in einer Elterngeldkampagne damals wo über siebenhunderttausend Menschen deine Petition unterschreiben da hast du viel Licht und viel Schatten.
01:09:15: Und wie du dich fast täglich vor die Kamera gestellt hast und mir Wingwoman Feuer gegeben hast Du hast genau soviel Hass und alles abgekriegt wie ich.
01:09:27: Und trotzdem hast du gesagt ne das ist jetzt hier gerade wichtig und richtig und ich stell mich dahin.
01:09:31: Also, das war ein ganz großer Moment.
01:09:33: Dankeschön!
01:09:34: Aber das macht man auch für Leute die echt sind?
01:09:36: Das macht man für Leute wo man fühlt... Ich bin mir total klar, dass du das meinst und es nicht für dich machst.
01:09:42: Also ich weiß ja gar nicht, was für eine Frage ist.
01:09:44: Ich gehe um das große Ganze,
01:09:45: kriege keine Kinder mehr, ich krieg kein Elterngeld.
01:09:47: Ja, I know!
01:09:48: Und ich denke so
01:09:49: heh?!
01:09:50: Deswegen war mir das so ... Manche Sachen sind einfach sehr klar.
01:09:53: So und ich glaube, das ist vielleicht als Rap-Up oder je weiter man und je schneller man's schafft bei sich selber anzukommen und wirklich unapologetically you zu sein.
01:10:06: Umso eher passiert auch so eine gewisse Magie, die in der Verbindung zwischen den Menschen liegt.
01:10:11: Absolut!
01:10:13: Danke Verena, dass du unser allererster Gast warst.
01:10:17: So eine Ere.
01:10:18: Ich freue mich wirklich sehr.
01:10:19: Ich wünsche euch einen großen Erfolg mit diesem Podcast.
01:10:23: Ich glaube das ist genauso ein Format was es braucht, dass zwei tolle Frauen andere Frauenintervionen.
01:10:30: Also vielen Dank für die Einladung!
01:10:31: Danke!
01:10:37: Jetzt muss ich dich einfach am Abend...
01:10:41: Das war es!
01:10:42: Das
01:10:43: war jetzt einfach mal die erste Folge?
01:10:45: Ja!
01:10:46: Crazy, crazy!
01:10:48: Mein Puls ist immer noch bedeutend zu hoch.
01:10:50: Wir müssen wieder runterbekommen.
01:10:51: Weil ich mich so konzentriert habe gleichzeitig aktiv zuzuhören um die tollen Sachen zu hören und vor allem auch zu verstehen, darauf einzugehen.
01:11:01: Und gleichzeitig sozusagen das Konzept was wir uns überlegt haben irgendwie mit der anderen Gehirnhälfte noch mit zu John Lian?
01:11:07: Crazy!
01:11:08: Was nehmen wir denn mit?
01:11:11: Also der Spruch den ich zwar schon kannte aber der mir jetzt nochmal sehr präsent ist Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärz verstanden.
01:11:19: Das ist schon mal so einer, wo ich so denke.
01:11:21: Man muss sich nicht immer wundern, wenn man noch nicht weiß warum.
01:11:24: Man kann es sozusagen noch nicht wissen und das ist okay.
01:11:28: Das war fand ich ganz schön!
01:11:30: Man muss es nicht immer alles gleich verstehen was so passiert.
01:11:33: Ich habe so viel mitgenommen und ich befürchte auch dass ich wahrscheinlich die Nummer eins Podcast-Hörerin sein podcast werde.
01:11:39: Ich soviel gelernt hab.
01:11:43: Verena ist ja schon eigentlich sehr viel bekannt.
01:11:45: Und ich hatte das Gefühl, wir haben trotzdem noch Geschichten und Erfahrungen von ihr erfahren, die ich noch nie gehört hatte.
01:11:51: Ich fand es krass, was sie geteilt hat mit auch die persönlichen von einer Hochzeit, die sie kurz davor abgesagt hat oder eine Ehe, die auseinandergegangen ist in der Zeit mit zwei kleinen Kindern, wo sie in einer anderen Stadt lebte ...
01:12:03: Auch zu sagen, ich bin verlassen worden?
01:12:06: Das macht noch mal ganz ... Man kann sagen meine Ehe ist gescheitert!
01:12:10: Oder man sagt, ich bin verlassen worden.
01:12:13: Das ist so ein Unterschied in der Tiefe des Gefühls was wir alle kennen und wie sie es eben dadurch zum Beispiel schafft sich so krass zu verbinden mit den Menschen.
01:12:23: Wahnsinn!
01:12:24: Da kann man sehen, wenn man das eigene Schatzkästchen aufmacht dass einfach mal so viel zurückkriegt.
01:12:34: Ich glaube ja eh das vielleicht ein bisschen radikal aber die evältig einteilen Die Welt sich einteilt zwischen wohlwollenden und nicht-wohlwollendem Menschen.
01:12:43: Wir können uns immer aussuchen, wie wir viele Situationen gucken und die blöd finden?
01:12:47: Es gibt immer irgendwas zu kritisieren in der schönsten Mauer.
01:12:51: Findest du irgendeinen Ziegelstein, da bisschen rumsteht oder du kannst das Schöne sehen ... Und
01:12:57: die Imperfektion muss man vielleicht auch einfach umarmen, weil das Leben ist imperfekt!
01:13:02: Wie sind alle imperfekte?
01:13:04: Und es ja auch gut so.
01:13:04: In meiner Stelle wird's ich vor, wir werden alle gleich und perfekt.
01:13:08: Das wäre das für ein Langwart.
01:13:09: Ja, aber überleg mal!
01:13:11: Alle so pläßend willmäßig weißte alle Frauen sind aus wie Barbie und rennen durch
01:13:14: die Gegend.
01:13:17: Worum geht's dann, ne?
01:13:19: Also es sind ja schon auch die Zitronen und wenn man's eben schafft ein bisschen demonade zu machen.
01:13:24: Das ist ja wahrscheinlich das sind so die existenziellen Dinge eigentlich in diesem Leben geht.
01:13:30: Und ich fand schön wie sie geteilt hat wir ... In ihrem Fall war das ihr Opa der zweimal da war wo sie wirklich am Boden war und sie hochgezogen hat und gesagt hat Marina auf gehts entweder du kannst jetzt hier den Sand im Kopf stecken kann man auch probieren Kopf in den Sand stecken.
01:13:47: Oder wir machen jetzt A, B und C und bringen dich nach vorne.
01:13:50: Weil das Leben wird eben nach vorn gelebt.
01:13:53: Und was mich auch wirklich berührt hat ... Du konntest sich damit direkt verbinden?
01:13:57: Für mich war ich keine Kinderhaber.
01:13:59: War das ein neuer schöner Gedanke, wo sie gesagt hat, Ich hab einfach nie ein schlechtes Gewissen!
01:14:04: Das ist so eine tolle befreiende Haltung
01:14:07: oder?!
01:14:07: Das war für mich der besonderste Satz in diesen ganzen ...fünftig Minuten weil ich Ich habe bis heute gedacht, ich bin alleine damit.
01:14:16: Das ist kein Witz man kann ja es mir jagen eigentlich nicht so wahrscheinlich.
01:14:21: Aber egal wo ich hinkomme Ist das ein thema und wird es auf einen projiziert oder andere können sich das nicht vorstellen.
01:14:27: Und als sie gesagt er zieht einfach was war gar zu viel bei herzblasen also gibt's eine tür auf und ich so Wo machst du denn die letzten?
01:14:34: Sechsenvierzig Jahre großes kino Mörder Vorbild.
01:14:39: Wir müssen uns von diesem Verabschieden, von diesen für alles, müssen wir uns entschuldigen.
01:14:44: und eigentlich dass wir da sind ist schon schlecht!
01:14:46: Und wenn wir lachen es ist zu laut und so und wenn wir dann uns das noch rausnehmen als Mutter noch was zu wollen aus Haar-Mutter zu sein... Also immer.
01:14:54: also man muss sich frei machen und man muss es sich selber.
01:14:58: Das ist das Wichtige.
01:15:00: Man muss es nicht selber erlauben.
01:15:02: Es kommt niemand von außen und sagt, Mama Christina ist alles ... Nein!
01:15:05: Du musst mit dir selbst sozusagen ins Gericht gehen und sagen okay, was will ich denn?
01:15:10: Und wie will ich mein Leben gestalten?
01:15:12: Ich glaube sie ist eine Queen of how
01:15:18: to ...
01:15:18: How-to leben.
01:15:21: So war die erste Folge.
01:15:23: Wir hoffen das es euch gefällt.
01:15:24: Ja!
01:15:24: Abonniert unbedingt den Podcast.
01:15:26: Genau weil sie schon nur die Erste.
01:15:28: Ja also es kommen noch ganz los.
01:15:31: Das war only the beginning.
01:15:33: Wir planen, noch wirklich Großes und ganz tolle oder außergewöhnliche Frauen einzuladen um mit denen hoffentlich über weitere Zitronen Tacht- oder Limonaden Rezepte zu sprechen.
01:15:46: Bis zum nächsten Mal!
01:15:46: Und zwar ganz
01:15:57: bald...
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